"Victoria" zu Gast in der Hauptstadt

Das Römerschiff "Victoria" vor dem Reichstag. Foto: Landesvertretung NRW/ ZensenDas Römerschiff "Victoria" vor dem Reichstag. Foto: Landesvertretung NRW/ Zensen

Berlin. Das Römerschiff "Victoria" war am Wochenende auf der Spree in Berlin unterwegs, um in der Hauptstadt für das größte deutsche Ausstellungsprojekt in diesem Jahr "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht" zu werben. In unmittelbarer Nähe zu Kanzleramt und Bundestag legten sich interessierte Berliner am Samstag und Sonntag in die Riemen.

Die Bevollmächtigten der beiden Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die Staatssekretäre Wolfgang G. Gibowski und Michael Mertes, nutzten Victorias Aufenthalt dazu, gemeinsam mit Staatsminister Hermann Gröhe und Abgeordneten des Deutschen Bundestages den originalgetreuen Nachbau eines römischen Kriegsschiffes zu besichtigen. Vertreter der drei Standorte in Haltern am See, Kalkriese und Detmold luden die Politiker persönlich zu einem Besuch der hochkarätigen Ausstellungen ein.

Die Hauptstadt war für "Victoria" die erste Station auf ihrer Tour im Jahr 2009. Das Schiff wird als nächstes in Dortmund beim "Tag des Rudersports" (8.-10.5.) und später auch in Hedemünden (6.-7.6.) zu Gast sein. Für jeweils mehrere Wochen ist das Römerschiff während der Ausstellungen an den einzelnen Standorten im Einsatz.

Die Träger des Ausstellungsprojekts "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht" sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Varusschlacht im Osnabrücker Land GmbH - Museum und Park Kalkriese, der Landesverband Lippe sowie der Kreis Lippe.

Das LWL-Römermuseum setzt sich in der Ausstellung "IMPERIUM" (16. Mai bis 11. Oktober 2009) mit dem Römischen Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht auseinander. Im Mittelpunkt stehen Kunst, Kultur und Propaganda zur Zeit des Kaisers Augustus. Die Ausstellung "KONFLIKT" (15. Mai bis 25. Oktober 2009) im Museum und Park Kalkriese wird, beginnend mit der Varusschlacht, den Weg der Germanen an die Spitze der Macht im alten Europa nachzeichnen. Anhand archäologischer Kulturschätze legt sie unter anderem dar, wer die Germanen waren, wie sie die Römer besiegen konnten und warum Krieg für sie ein Erfolgsrezept war. Einen Bogen von der römischen Geschichtsschreibung bis zur modernen Forschung spannt die Ausstellung "MYTHOS" im Lippischen Landesmuseum Detmold (16. Mai bis 25. Oktober 2009). Sie zeigt, welche Auswirkungen der Mythos von der Schlacht auf die deutsche und europäische Geschichte hatte und gibt zudem vielfältige Einblicke in das Alltagsleben und die Gesellschaftsstruktur der Germanen.

Die Ausstellungen "IMPERIUM" und "MYTHOS" werden von der Kulturstiftung NRW sowie der NRW-Stiftung gefördert.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter:
http://www.imperium-konflikt-mythos.de.