Helge Schneider und Chilly Gonzales beim Traumzeit Festival

Helge Schneider und Chilly Gonzales. Foto: Sabine EngelsHelge Schneider und Chilly Gonzales. Foto: Sabine Engels

Wenn es bei der diesjährigen TRAUMZEIT einen Programmpunkt gibt, der die Überschrift „Überraschung“ oder sogar „Sensation“ verdient, so ist es der einmalige Auftritt von Universalgenie Helge Schneider und Chilly Gonzales als improvisierendes Piano-Duo.
Dass der Autor, Film-Macher und Komiker Helge Schneider auch ein großartiger Musiker mit einer innigen Liebe zum Jazz ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Immer wieder überrascht er durch originelle oder irrwitzige Soli auf Gitarre, Trompete oder Saxofon. Vor allem aber ist Helge Schneider ein großartiger Pianist, der den Jazz geradezu lebt.

Am zweiten Flügel wird Chilly Gonzales sitzen. Der Franko-Kanadier heißt eigentlich Jason Beck und wurde 1972 geboren. Er studierte Jazz-Piano und schätzt klassische Musik, experimentierte in Kanada aber zunächst mit Pop-Musik. Als er Im Jahr 2000 nach Berlin zog, entdeckte er erst den HipHop und dann den Elektro-Pop für sich. Danach folgte eine weitere Wende: 2004 veröffentlichte er das Album „Solo Piano“, eine Platte mit zumeist ruhigen Eigenkompositionen irgendwo zwischen Klassik und Jazz, die ihm viel Kritikerlob brachte. Mit diesen, ein wenig an Erik Satie erinnernden Stücken, trat der inzwischen in Paris lebende Pianist 2007 beim Glenn-Gould-Festival in Berlin auf. Ließ er in dieser Musik einen eher leisen Humor erkennen, so hatte sein erfolgreicher Versuch, mit über 27 Stunden Klavierspiel im Jahr 2009 den Weltrekord des Dauerkonzerts zu brechen, schon einen parodistischen Zug. Chilly Gonzales, der als Produzent u.a. für Feist und Jane Birkin arbeitet, ist ein musikalisches Chamäleon und somit ein idealer Partner für Helge Schneider.
Tickets unter www.traumzeit-festival.de und an allen NRW-Vorverkaufsstellen.